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      GRUNDKURS MODELLIEREN UND ABFORMEN
     
     

In diesem Kurs wollen wir uns mit der Technik des Modellierens und Abformens beschäftigen,
wie sie in der Bildhauerei angewandt wird.
Nach einer kurzen Einführung in die Grundtechniken des Abformens, werden wir ein eigenes Projekt erarbeiten.
Die Themenwahl ist frei, Möglichkeiten sind z.B.: Kopf / Portrait, Menschenbildnis, freie Formen, architektonische
Elemente (z.B.:Kapitell), Tiermotive, Relief. Sobald die Grundidee feststeht, kann mit dem Bau der Armierung

begonnen werden.
 Auf diesem Grundgerüst wird nun die Plastik massiv aufgebaut.

Es ist nicht nötig, auf einen Hohlaufbau zu achten, da der Ton nicht gebrannt wird. Der Ton kann nach dem Abguss
wieder verwendet werden. Wenn das Tonmodell bis in alle Details ausmodelliert ist, beginnt das Abformen.
Hierfür verwenden wir  die Technik der "Verlorenen Form", oder stellen eine mehrmals verwendbare Silikonform her.
Die Abformtechniken werden weiter unten genauer erläutert.
Die Dozenten stehen bei allen Arbeitsschritten natürlich hilfreich zur Seite.

Dieses Kursangebot bieten wir ausschließlich als fortlaufenden Kurs an, da der Ton Zeit braucht,

um sich zu verdichten und das Modell in aller Ruhe ausmodelliert werden sollte, um beim Abguss
ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

 
     

Mitzubringen sind:
Freude am Plastizieren
Arbeitskleider, die Gips abkriegen dürfen,
Einweghandschuhe.
 
 
     
Allgemeines zum Thema Formenbau:

Unter Formenbau versteht man den Weg vom modellierten Tonmodell bis
hin zum fertigen Gips, bzw. Zementabguss.

Ab einer gewissen Größe ist es beim Modellieren notwendig, eine
Armierung, d. h. ein Stützgerüst aus Metall zu verwenden, damit die
Tonmasse nicht in sich zusammensackt. Modelliert man in dieser Technik,
muss das Modell in Gips oder Zement abgeformt werden.
  
 
     

Es gibt zwei verschiedene Arten des Formenbaus:

Die "verlorene" Form:
Ziel: einmaliges Gießen des Modells in Gips oder Zement. Hierfür wird zunächst eine "Negativform"
aus zwei oder mehreren Gipsstückformen um das Tonmodell herumgebaut. Die Formen werden auseinande
r
genommen, der Ton entfernt und die Formteile  gereinigt.
Nun werden die einzelnen Teile "gesperrt", d.h. sie werden so behandelt, daß sich das Material der Negativform
nicht mit dem Abguss verbinden kann. Als nächstes werden die einzelnen Formteile mit Gips oder
Zement ausgeformt und das gesamte Stück wird wieder zusammengesetzt und an den Nähten verbunden.
Jetzt darf ausgepackt werden: die gesamte Negativform wird abgeklopft, bis das ursprüngliche Tonmodell
nun in Gips oder Zement wieder zum Vorschein kommt.
Die Form ist "verloren", d.h. das Modell kann nur einmal mit dieser Form reproduziert werden.
Abschliessend wird das Modell retuschiert.

  

 
      Die hier verwendeten Bilder zur Erläuterung der Abformtechniken entstanden
im Rahmen von Auftragsarbeiten. Es wird im Kurs nicht in ganz so großen Dimensionen gearbeitet.
 
        Modellierkurs.Neptun    
           
             
           
             
           
             
             
           
             
             
         
         
     

Die Silikonform
Ziel: mehrmaliges Giessen eines Modells in Gips.
Hierfür wird , wie bei der "verlorenen Form" eine Negativform aus einem
oder mehreren Teilen gebaut. Der Unterschied zur "verlorenen" Form
besteht darin, daß direkt auf das Modell eine flexible Silikonschicht
aufgetragen wird. Alle Unterstechungen werden ausgeglichen, so daß es
möglich wird, die einzelnen Gipsstützformen am Stück abzuheben, ohne
sie zerschlagen zu müssen.

Der Bau einer Silikonform ist recht aufwendig, aber dafür kann man das
Modell später serienmäßig gießen, bzw. ausformen.

 
         
     
     
             
      Beim Herstellen einer Silikonform gleichen die Arbeitsschritte bis zur Aufteilung in Formhälften
denen der "verlorenen" Form. Das Auftragen des Silikons benötigt mehr Zeit, als das einfache
Verpacken bei der "verlorenen"Form, dafür geht das Auspacken schneller.
Die Formhälften müssen nur geöffnet werden. Jetzt kann der Serienguss beginnen.
 
             
      Beispiele von Gipsabgüssen, die mit einer verlorenen oder einer Silikonform hergestellt wurden: